Rassismus tötet!

Am 1. Mai 1999 startete eine Maschine der Balkan Air vom Flughafen Wien Schwechat. Ein Passagier war gegen seinen Willen an Bord. Er sollte von drei Fremdenpolizisten nach Nigeria abgeschoben werden. Doch bereits bei der Zwischenlandung in Sofia war er tot. Die Beamten hatten ihn dermaßen geknebelt und mit Klebeband und anderen Hilfsmitteln am Sitz fest gezerrt, dass er erstickte. Die Peininger von Marcus Omofuma sind ohne Konsequenzen davon gekommen. Doch seine Schreie des Widerstandes gegen Abschiebungen konnten nicht erstickt werden. Marcus Omofuma kämpfte bis zuletzt um sein Leben und seine Freiheit.

Der Tod von Marcus Omofumas ist kein Einzelfall. Bei Polizeieinsätzen, im Polizeigewahrsahm und im Zuge von gewaltsam durchgeführten Abschiebungen kommt es immer wieder zu Toten. Die Behörden bemühen sich um Beschwichtigung. Sogenannte Zwischenfälle sollen vermieden werden. Doch nicht immer gelingt es, die Vorkommnisse zu verheimlichen. Von Zeit zu Zeit dringen Informationen über schwere Misshandlungen an die Öffentlichkeit. Doch diese stellen nur die Spitze eines Eisberges dar: Der Rassismus ist via Gesetz festgeschrieben.

Der Tod von Marcus Omofuma ist als Teil eines immer offeneren rassistischen Klimas zu sehen, gedeckt nicht zuletzt durch eine solche Gesetzgebung und Geschürt durch die Hetze in den Massenmedien.

DEMONSTRATION

RASSISMUS TÖTET!

kein vergeben, kein vergessen

in gedenken an den am 1.Mai 1999 ermordeten Marcus Omofuma,
und allen anderen opfern von rassistischer gewalt

KUNDGEBUNG, anschließend DEMONSTRATION

Freitag, 1. Mai 2009

Treffpunkt: 14 Uhr, Omofuma-Stein, WIEN
U 2-Station Museumsquartier / Mariahilferstraße